Die Steirische Landesregierung hat am 21.9.2017 aufgrund der massiven Starkregen- und Hagelereignisse im August dieses Jahres für einige Gemeinden die Verwendung von konventionellem Grundfutter (ausschließlich Gras, Heu, Stroh und Grassilage!) für Pflanzenfresser befristet bis zum 15.5.2018 genehmigt. Folgende Voraussetzungen sind zu berücksichtigen:

Diese Ausnahme gilt für folgende Gemeinden:

  • Irdning-Donnersbachtal, Öblarn, Sölk
  • Niederwölz, Oberwölz, Schöder, St. Peter am Kammersberg, Krakau, St. Ruprecht bei Murau
  • Oberzeiring, Pölstal, Unzmarkt-Frauenburg, St. Georgen ob Judenburg

Bedingungen für die Inanspruchnahme dieser Ausnahme:

  • Menge: Die oben genannten Grundfutterarten dürfen im Ausmaß des nachgewiesenen Katastrophenschadens – lt. dem am Betrieb aufliegenden Schadensausweis – aber maximal bis zu 40 % der Gesamtjahresration, berechnet auf Basis der Trockenmasse, verfüttert werden.
  • Aufzeichnungspflicht: Die betroffenen Betriebe sind verpflichtet, genaue Aufzeichnungen über den Zukauf von konventionellem Grundfutter zur führen (Rechnungen mit Datum, Art und Menge der Zukäufe). Diese Aufzeichnungen sind bei der Bio-Kontrollen vorzuweisen bzw. nach Ablauf der Ausnahmefrist (15.5.2018), spätestens aber bis 15.6.2018 unaufgefordert der Kontrollstelle zu übermitteln.
  • Tierbestand: Im Zeitraum der Inanspruchnahme sind die Betriebe angehalten, von einer Aufstockung des Tierbestandes abzusehen.

Die Kontrollstellen müssen Betriebe, die diese Ausnahme in Anspruch nehmen, an die Steirische Landesregierung melden.